Deutscher Buchhandlungspreis 2016

Heinrich Heine Buchhandlung eG

Der Kampf um den öffentlichen Raum

Ein wesentliches Merkmal der Europäischen Stadt ist ihre Gliederung in privat genutzte Bebauung und öffentlichen Raum. Öffentliche Plätze, frei zugänglich für den Citoyen, um sich auszutauschen, sich darzustellen oder zu vergnügen, markieren das Gesicht unserer Städte, dienen als wiedererkennbare Orientierungspunkte und sind Ausdruck einer demokratischen Civilität.

Diese Freiräume sind massiv bedroht. Nicht nur durch das Auto, das Strassen und Parkraum einfordert, sondern zunehmend auch duch die Übergriffe privater Investoren. Sogenannte POPS – Private Owened Publics Spaces – nehmen immer größeren Raum ein.

Sie gewähren Zugang, aber zu ihren Bedingungen und oft gebunden an den Zweck, den Bürger als Kunden anzusprechen. Aber wie es scheint, sind die Bürger nicht gewillt, kampflos ihr Terrain preiszugeben!

Jürgen Krusche (Hg.)

Die ambivalente Stadt

Gegenwart und Zukunft des öffentlichen Raums

Jovis Verlag, Juni 2017, pb., 176 S.

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In welchen Städten möchten wir heute und in Zukunft leben? Wie verändern die Angst vor Terror und die großen Migrationsbewegungen, aber auch soziale Unterschiede unsere öffentlichen Räume? Welche Akteure sind an den komplexen Transformationen beteiligt?

Peter Felixberger, Armin Nassehi (Hg.)

Kursbuch 190

Stadt. Ansichten.

Murmann, Juni 2017, englbr., 200

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Das Kursbuch unternimmt deshalb eine Reise in ausgewählte Metropolen und Städte rund um den Erdball. Dorthin, wo Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung auf Kontrolle und Zurichtung treffen. Dorthin, wo der Mensch zum selbstbewussten Citoyen wird, aber auch ausgegrenzt und an den Rand gedrängt wird. Dorthin, wo Autonomie und Gewalt nur einen Steinwurf auseinanderliegen.

Moritz Rinn

Konflikte um die Stadt für alle

Das Machtfeld der Stadtentwicklungspolitik in Hamburg

Westfälisches Dampfboot, Mai 2016, kt., 409 S.

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Hamburg im Jahr 2009: Eine Stadt, in der unternehmerische Standortpolitik seit Jahren recht unbehelligt Gentrifizierung vorantreibt, wird von einer Welle konfrontativer Auseinandersetzungen überrascht. Zahlreiche stadtpolitische Initiativen versammeln sich hinter zwei zentralen Forderungen: »Recht auf Stadt für alle« und »Stadt selber machen«. In ihren Aktionen richten sie sich gegen prekäre urbane Arbeitsbedingungen von »Kreativen«, gegen steigende Mieten und Verdrängung, aber auch für eine "Stadtplanung von unten".

Martina Klausner, Maren Heibges (Hg.)

Stadt erfahren

Ethnografische Explorationen urbaner Mensch-Umwelt-Beziehungen

Panama Verlag, März 2017, gb., 132

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Verkehrsinfrastrukturen wie U-Bahn-Systeme, E-Carsharing-Modelle oder Leihrad-Stationen sind unmittelbar mit dem städtischen Raum in seiner spezifischen Dichte verbunden: Nur dort, in der Stadt, können sie funktionieren und scheinen gleichzeitig ‚das Urbane’ mit hervorzubringen. Die alltäglichen Praktiken des Unterwegs-Seins stehen dabei in einem engen Verhältnis zur städtischen Umwelt als sinnlich-körperlich erfahrbarem, sozialen und immer zugleich materiellen Raum.

Karsten Pålsson

Humane Städte

Stadtraum und Bebauung

DOM publishers, April 2017, pb., 272 S.

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»Humane Städte« ist ein praktischer Leitfaden, der anhand von Beispielen aus europäischen Großstädten zeigt, wie eine menschliche und sozial offene Stadtentwicklung aussehen kann. Es geht darum, humane Städte mit Respekt vor der überlagerten Geschichte und durch Architektur im menschengerechten Maßstab zu erneuern und weiterzuentwickeln.

Elisabeth Oberzaucher

Homo urbanus

Ein evolutionsbiologischer Blick in die Zukunft der Städte

Springer, April 2017, 1. Aufl., kt., 261 S.

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In einer Zeitreise, die in die Frühzeit der menschlichen Vorfahren führt, begibt sich Elisabeth Oberzaucher auf eine spannende Spurensuche nach den evolutionären Rahmenbedingungen, die unsere physische und soziale Umwelt geprägt haben. Sie erklärt die biologischen Wurzeln unseres Verhaltens und zeigt die Herausforderungen des modernen Großstadtlebens auf.

Detlev Schöttker (Hg.)

Walter Benjamin. Über Städte und Architekturen

DOM publishers, Juni 2017, pb., 280 S.

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Der Philosoph, Kulturtheoretiker und Schriftsteller Walter ­Benjamin (1892 – 1940) ist nicht nur viel gereist, sondern blieb oft längere Zeit an unterschiedlichen Orten. Paris, Marseille, Neapel, Capri, Ibiza, Moskau und Riga sind einige dieser Stationen. Seine Beobachtungen hat der Autor seit 1925 in Berichten und Essays für Zeitungen und Zeitschriften verarbeitet, in deren Mittelpunkt die Frage steht, wie Menschen in umbauten Räumen, vor allem auf Plätzen und Straßen, zusammenleben.