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Bücherlisten - August

Für eine erste Orientierung im Bücherdschungel - die Besten- & Bestsellerlisten. » mehr

Am Morgen vorgelesen

Spannung und Fantasie zum Frühstück mit dem abwechs- lungsreichen Literatur-Pro- gramm des NDR. » mehr

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Heine-Blog


 
 

30. August 2010

 

Eine Woche voller Bücher…

von Carmen Lindenberg

Nun ist das Leben einer Buchhändlerin mit drei kleinen Kindern eh nicht prädestiniert dafür, große Mengen anspruchsvoller Literatur zu konsumieren. Seit der kleinste Mops mit nun fünf Monaten das Seiten Umschlagen als willkommene Ablenkung beim Stillen ansieht, fallen sogar diese kurzen Lesezeiten des Tages weg. Und dennoch spielen Bücher in unserer Familie eine ziemlich wichtige Rolle, wie das folgende Lese-Protokoll tröstlicherweise anschaulich macht…   weiterlesen…


 

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16. August 2010

 

Urlaubszeit – Lesezeit!

von Martina Schröder

Urlaubszeit – Lesezeit! In den heißesten Wochen des Jahres habe ich es mir mit einem Stapel Vorabexemplaren gemütlich gemacht. Man will doch wissen, was der Bücherherbst an spannenden Titeln zu bieten hat. Apropos spannend: Im Diogenes Verlag erscheint im September Hunkeler und die Augen des Ödipus von Hansjörg Schneider. Das Dreiländereck Schweiz, Deutschland, Frankreich. Der Basler Theaterdirektor Vetter wird vermisst. Sein Hausboot treibt herrenlos an einem Stauwehr. Kommissär Hunkeler steht kurz vor seiner Pensionierung, hat mit den Ermittlungen nichts mehr zu tun. Mit gutem Essen und Schwimmen im Rhein will er seine Zeit verbringen. Aber der Fall lässt ihm keine Ruhe und so ermittelt er auf eigene Faust im Basler Theatermilieu.

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2. August 2010

 

Hans Wollschläger – Ein Privatgelehrter der alten Bundesrepublik

von Axel Otto

Der Name Wollschläger begegnete mir zum ersten Male im Zusammenhang mit der neuen Ulysses-Übertragung, die mitte der 70er Jahre im Suhrkamp Verlag erschien und mit nahezu ungeteilter Begeisterung begrüßt wurde. Wollschläger war zu der Zeit kurzfristig ein Star des Literaturbetriebs, eine Rolle, die ihm zutieftst zuwider gewesen sein musste. Zuvor hatte er – zusammen mit Arno Schmidt – die Werke E.A.Poes neu übersetzt, nicht nur die bekannteren Schauer- und Gruselgeschichten, sondern den ganzen Poe, mitsamt der Rezensionen, Gedichte, und poetologischen Schriften.

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5. Juli 2010

 

Für 25 Inszenierungen um die halbe Welt

von Fredi Böhm

Berlin, Kopenhagen, Amsterdam, München, Stuttgart, Brüssel, Hamburg und jetzt wieder Prag – Robert Wilson lässt einen ganz schön rumreisen. Selbst, wenn man es nur schafft einen Teil seiner Inszenierungen (bislang 25) oder Ausstellungen zu sehen und auch das alljährliche Watermill Festival der Byrd Hoffman Foundation in den USA noch nicht besucht hat. In wievielen Ländern und Städten er inszeniert hat, sollen in einer stillen Stunde mal die Statistiker unter seinen Fans ausrechnen. Jetzt also wieder Prag, wo Wilson vor einigen Jahren mit Leos Janaceks selten gespielter Oper »Osud« eine große Wiederentdeckung hervorgezaubert hatte. Prag, das hieß 2002 durch die Straße Wilsonova (!) laufen, zum üppig mit Jugendstilelementen verzierten »Grand Hotel Europa« mit dem etwas weniger üppigen Frühstück am Wenzelsplatz und in der Narodni Divadlo-Oper solange den tschechisch sprechenden Bühnenpförtner nach dem »Global Theatre-Player« Bob fragen, bis nach gut 15 Minuten die englisch sprechende Regieassistentin kommt, damit man die Hauptprobe sehen kann…    weiterlesen…


 

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21. Juni 2010

 

Der perfekte Pizzateig - oder warum ich die EU-Bürokratie liebe

von Walter Breum

Haben Sie schon einmal versucht 0,5 Gramm abzuwiegen. Garnicht so einfach, sage ich Ihnen. Noch dazu wenn es sich um bröckelige Hefe handelt. Mit einer moderne Digitalwaage haben Sie da kaum eine Chance. Eine alte Briefwaage aus dem Dachbodengerümpel ist da schon eher geeignet. Aber warum zum Teufel sollte auch jemand versuchen 0.5 Gramm Hefe abzuwiegen? Das zu erklären ist eine etwas längere Geschichte.   weiterlesen…


 

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07. Juni 2010

 

Die Gehetzten

von Garnet Levetzow

Michel Mateev, Die Gehetzten, Weidle Verlag, Bonn 2010, 232 Seiten, 23.00 €
Der im Präsens geschriebene Roman »Die Gehetzten« schildert mit einer geradezu unheimlichen Intensität das Schicksal zweier Brüder, und deren Familien auf ihrer Flucht vor den Massakern an ukrainischen Juden durch die konterrevolutionäre Weiße Armee. Parallelen zum Leben Matveevs sind unübersehbar. Die beiden Hauptfiguren, namenlose Ich-Erzähler, sind Volkssänger, die – als Bolschewiken verdächtigt - nach endlosem Warten auf Visa, vor dem gewaltsam aufflammenden Antisemitismus in der Ukraine, schließlich mit Ehefrauen, Mutter, lungenkranker Schwägerin und kleinem Neffen, die Flucht ins Ausland antreten.
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24. Mai 2010

 

Oxford »for booklovers« - eine Entdeckungsreise

von Tina Breymann

Oxford hat mir wirklich gut gefallen. Es ist übersät von Colleges, eins älter und ehrwürdiger als das andere. Selbst das New College war nur im 14. Jahrhundert neu. Und jedes hat natürlich seine eigene Bibliothek, die mühelos die Kulisse für die Szenen bei Harry Potter abgeben könnte, in denen Hermine in alten Folianten Zaubersprüche nachschlägt. Genau diese Szenen sind tatsächlich in Oxford, und zwar in der berühmten Bodleian Library gedreht worden. Den großen Speisesaal, das Treppenhaus usw. hat das Christ Church College beigesteuert.   weiterlesen…


 

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10. Mai 2010

 

Bleibt die Erinnerung?

von Uwe Auer

Wussten Sie eigentlich, dass die Heinrich Heine Buchhandlung auch einen Arbeitsbereich hat, der eng mit den Gedenkstätten in ehemaligen NS-Konzentrationslagern zusammenarbeitet? Schon seit den 90er-Jahren gibt es eine Kooperation zwischen uns und den Brandenburgischen Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück. In der Praxis bedeutet dies, dass wir von Hamburg aus den Buchverkauf vor Ort organisieren, die Literaturauswahl treffen, Neuerscheinungen sichten, die Kontakte zu den Verlagen pflegen und alle Bücher verkaufsfertig an die Gedenkstätten schicken.    weiterlesen…


 

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23. April 2010

 

Eine Reise durch die Weltgeschichte…

von Ines Meier

So begeistert habe ich meine Freundin selten erlebt. Sie schwärmte mir vor, Georg Brunolds »Nichts als die Welt« sei eines der schönsten, klügsten und aufregendsten Bücher, die sie je in Händen gehalten habe. Meine Neugier war geweckt und ich bestellte mir das Mammutwerk - trotz seines beachtlichen Preises.   weiterlesen…


 

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12. April 2010

 

Und wieder zurück…

von Matthias Pruns

Umberto Ecos »Der Name der Rose« habe ich während meines Studiums gekauft, nachdem ich »Das Focaultsche Pendel« und »Die Insel des vorigen Tages« praktisch inhaliert hatte – beides großartige Romane, die mich begeistert haben. Doch »Der Name der Rose«? Seit »James Bond«, spätestens aber seit »Zardos« bin ich bekennender Sean Connery – Fan und habe die Verfilmung bestimmt fünfmal gesehen. Ich weiss, das Buch ist brilliant. Irgendwann werde ich es lesen, ich freue mich tatsächlich jetzt schon darauf!   weiterlesen…


 

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29. März 2010

 

Leseflut…

von Antje Hartmann

Geht es Ihnen nicht auch so: Sie hasten täglich Ihrem selbstgesteckten Lesepensum hinterher und haben keine Chance, es jemals abzuarbeiten? Schon morgens beginnt es damit, dass sich mindestens zwei Tageszeitungen in Ihrem Briefkasten befinden, die schon genug Lesestoff für einen Tag bieten würden, aber nein da liegen noch die Gewerkschaftszeitung, die Krankenkassenzeitung, die Kundenzeitschrift ihrer Bank, die Greenpeace Zeitung, die terre des hommes Zeitung etc, etc.   weiterlesen…


 

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15. März 2010

 

Vom Lesen

von Bernd Mischkewitz

Zum Frühstückskaffee gehört die Tageszeitung. Wenn der Videorekorder mal wieder nicht das macht, was er soll, benötige ich die Gebrauchsanweisung. Der Krimi verschafft mir die nötige Schwere zum Einschlafen, das gute Buch am Sonntagnachmittag vermittelt mir das Gute, Schöne und Wahre. Zeitungen, Gebrauchsanweisungen und Bücher werden von uns nahezu täglich gelesen. Ist Lesen aber gleich Lesen? Lesen kann informieren und unterhalten, was noch? Worin unterscheidet sich die Lektüre eines Artikels aus der SZ über den Besuch von Westerwelle in Brasilien von der Lektüre Georg Büchners »Lenz« ? In beiden Fällen lese ich, tue aber wohl nicht das Gleiche. Bei Literatur im emphatischen Sinne (»gute Literatur«) kommt zur Unterhaltung und Information noch etwas hinzu; das was das Lesen der oft so gar nicht schönen Belletristik so einzigartig macht.    weiterlesen…


 

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01. März 2009

 

Ein äußerst sympathischer Held

von Martina Schröder

»Was für ein Buch! Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Bruder!« sagt Johnny Depp. Aha – Johnny Depp hat also einen Bruder, und der schreibt auch noch Bücher. Muss man »Stadt der Verlierer« lesen? Man muss nicht – aber alle Freunde des amerikanischen Private-Eye-Krimis werden auf ihre Kosten kommen. David Spandau, ein Ex-Hollywood-Stuntman mit einer Vorliebe für den Wilden Westen und seine Ex-Frau Dee arbeitet erfolgreich in einer Privatdetektei in Los Angeles. Sein neuer Auftrag: Er soll Hollywoods heißesten Jungschauspieler Bobby Dye beschützen, der Morddrohungen erhalten hat.

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15. Februar 2010

 

36 Jahre »Sams«

von Carmen Lindenberg

36 Jahre ist es her, dass der erste von nun sechs Sams-Bänden im Oetinger Verlag erschienen ist und noch immer funktioniert es: seit Wochen gibt es großes Gekicher beim abendlichen Gute-Nacht-Geschichten-Vorlesen. Besonders vierjährige Jungen scheinen sehr empfänglich für die kleinen Frech- und Albernheiten eines Sams zu sein? Obwohl das Sams von Paul Maar mit dem fünften Band "Das Sams in Gefahr" (2002) eigentlich schon in den Ruhestand geschickt wurde, hat er sich laut Widmung von Ute und Michael überreden lassen, doch noch ein Buch vom Sams zu schreiben.    weiterlesen…


 

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1. Februar 2010

 

Sprechen wir also von Ramsch!

von Helmut Bense

Mit einiger Rührung las ich im letzten Blog (18.1.2010) des trefflichen Kollegen Axel Otto, wie dieser mit einer Formulierung von bestechend unauffälliger Eleganz - "die Sekundärverwertung von Titeln ..., deren Preisbindung aufgehoben worden" - zur Stelle war, wo alle Welt, auch der entschieden kleinere, weil feinsinnigere Teil derselben schlicht von "Ramsch" zu sprechen sich angewöhnt hat.   weiterlesen…


 

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18. Januar 2010

 

Carl Gustav Jochmann – ein ewig Unzeitgemäßer

von Axel Otto

Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war ich auf das Angebot eines Buchversenders aufmerksam geworden, der die Sekundärverwertung von Titeln betrieb, deren Preisbindung aufgehoben worden war. Unter ihnen waren die schlanken, formschönen Bände der »sammlung insel« , einer kurzlebigen Editionsreihe, die von 1965 bis 1969 bestand, dann aber wegen durchschlagender Erfolglosigkeit von Siegfried Unseld aufgegeben wurde. (…) Der Vormärz und die radikaldemokratischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts waren gut platziert. Man musste mindestens 5 Titel erwerben, und ich ging auf das Angebot ein, weil es mir auf einen ankam: Carl Gustav Jochmann.   weiterlesen…


 

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04. Januar 2010

 

von Sabina Diop

Noch ein Buch über Schule? War das nötig und was gibt es Neues zu berichten über eine Institution über die jede/r glaubt mitreden, kritisieren und urteilen zu können. Über meine eigene »Schulkarriere« gibt es nichts Überraschendes zu berichten: 9 Jahre (fand damals noch niemand zu lang!) auf einem durchschnittlichen SPD-Filz-Ruhrpott-Gymnasium. Nichts war in den Jahren 1973-1982 ferner als die »Eliten-Bilden-Diskussion«, ich hatte als Arbeitertochter viele Freundinnen in der gleichen Situatuion und kam mir alles andere als privilegiert vor. Nur »gute« und »schlechte« Schüler (ja, ja, die Mathematik hatte es mir damals besonders angetan…) gab es damals auch schon. Und genau da kommt Pennac ins Spiel.   weiterlesen…


 

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28. Dezember 2009

 

Glückliche Tage für »Rain Dogs«

von Fredi Böhm

Nasskaltes Regenschneematschwetter in Hamburg, aber glückliche Tage für richtige «Rain Dogs«. So nennen sich ganz besondere sanges- und reisefreudige Fans von Tom Waits, die sich nach seinen Konzerten zum gemütlichen Beisammensein treffen. Mit den »Rain Dogs« aus aller Welt konnte ich nach Waits’ letztem Deutschland-Auftritt bis in die Morgenstunden im »Schwarzen Cafe« in der Berliner Kantstraße munter alle Songs rauf und runter singen.   weiterlesen…


 

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21. Dezember 2009

 

Die Dialektik von Schuld und Sühne

von Garnet Levetzow

In Ritzels neuem Roman wird der pensionierte Kommissar Berndorf erfreulicherweise wieder aktiviert. Beauftragt durch den Anwalt eines wegen Mordes angeklagten Nahkampfausbilders der Bundeswehr, ist Berndorf diesmal als Privatermittler in und um Ulm im Einsatz. Berndorfs Ermittlungen geraten jedoch nach dem ungeklärten Selbstmord seines Auftraggebers zunächst scheinbar ins Stocken. Die Suche nach einem verschwundenen Schmuckstück des Mordopfers führt schließlich in die NS-Vergangenheit Ulms   weiterlesen…


 

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14. Dezember 2009

 

Ein lecker Hardboiled-Süppchen

von Walter Breum

Schweiß & Blut, Sperma & Scotch. In den Krimis von David Peace sind sie alle alle versammelt, die untrüglichen Ingredentien eines lecker Hardboiled-Süppchens. Das Vergangene - ein quälender Alptraum, die Gegenwart - nur durch die Gewißheit erträglich, daß sie bald Vergangenheit ist, die Zukunft - aussichtslos, dunkel vernebelt. Von »Peace« weit und breit keine Spur.   weiterlesen…


 

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7. Dezember 2009

 

Neues von Pu dem Bären oder wie Harry Rowohlt eine Insel unterschlug

von Tina Breymann

Ich bin ja schon lange eine Anhängerin von Pu, dem Bären »von sehr geringem Verstand«, dem ewig ängstlichen Ferkel, dem miesepetrigen I-Ah, dem ungestümen Tieger und all den anderen Bewohnern des Hundertsechzig-Morgen-Waldes. Sie sind einfach großartig! Hier einige Kostproben:   weiterlesen…


 

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30. November 2009

 

Wohnsitz: Nirgendwo!

von Horst Voßhans

Beim genaueren Ansehen der Herbstneuerscheinungen dieses Jahres fiel mir ein Band in die Hände, in dem ich mich augenblicklich festlas: Das von Walter Fähnders und Henning Zimpel herausgegebene Buch »Die Epoche der Vagabunden«.
Diese Retrospektive versammelt eine außergewöhnliche Zusammenstellung von literarischen Texten, Manifesten, Gedichten, Reportagen, Reiseberichten, Bildern und Zeichnungen aus der untergegangenen Kultur der Vagabunden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es begegneten mir viele geschätzte Bekannte und Wegbegleiter meines bisherigen Buchhändlerlebens wie Erich Mühsam, Oskar Maria Graf, Else Lasker-Schüler, Georg K. Glaser und Jo Mihaly.
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23. November 2009

 

Eine Insel mit zwei Bergen…

von Antje Hartmann

Inseln haben für mich einen besonderen Reiz. Sie sind schon aufgrund ihrer Abgeschiedenheit ein idealer Rückzugsort, ein Platz für Ruhe und Entspannung. Das vom Wasser umgebene Land bietet einen überschaubaren Raum, den man erkunden kann. Je kleiner, desto besser kann man die ganze Insel begreifen und erfassen und sich in sie verlieben. Amrum ist so eine Insel…   weiterlesen…


 

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16. November 2009

 

Was hat das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz mit James Joyce zu tun?

von Bernd Mischkewitz

Es war an einem milden Maientag des Jahres 2009. Der junge Mann betrat das Geschäft, zielstrebig kam er auf den Buchhändler zu: »Hamse was zu BilMoG?«. Der Herr M., so soll unser Buchhändler heißen, stand hinter seinem Pult. Er hatte gerade geträumt, eine Kundin würde ihn fragen : »In welchem Buch kritisiert Habermas denn nun den Adorno mit seiner dialektischen Aufklärung?« Nun das:»Hamse was zu BilMog?«   weiterlesen…


 

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9. November 2009

 

Von Vögeln und Menschen

von Uwe Auer

Wussten Sie eigentlich, dass es in St. Pauli einen Buntspecht gibt, der sein Trommeln mit großem Eifer auf Satellitenschüsseln erklingen lässt anstatt an einem Baumstamm? Ein starkes, erstaunliches Symbol, finde ich – aber wofür eigentlich? Für das fortschreitende Verschwinden der natürlichen Lebensräume, den zu beklagenden Verlust »unserer« natürlichen Lebensweise? Oder vielleicht dafür, dass wir Menschen uns um unser eigenes Leben und unsere eigene Zukunft kümmern sollten, die Natur findet schon ihren Weg?    weiterlesen…


 

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2. November 2009

 

Ich weiß, es ist ein Tabu…

von Ines Meier

Ich weiß, es ist ein Tabu. Aber ich gestehe es trotzdem: Ich lese Charlotte Link. Freiwillig. Und meistens mit Vergnügen. Eine Verlagsmitarbeiterin, die mir das neue Buch der Bestsellerautorin ans Herz legte, brauchte ihre Überzeugungskünste nicht zu bemühen, um meine Neugier auf »Das andere Kind« zu wecken. Dabei hätte ich wissen sollen, worauf ich mich einlasse: Zwei Tage meines Urlaubs verbrachte ich mit dem 700-Seiten-Roman. So gefangen von der Geschichte, dass ich kaum ansprechbar war, geschweige denn Lust hatte, einen Fuß vor die Tür zu setzen.    weiterlesen…


 

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26. Oktober 2009

 

Zu zweit nach Amsterdam!

von Carmen Lindenberg

Freitagmorgen: Die Kinder sind bei Oma und Opa abgeliefert und wir gehen nach sechs Jahren zum 1. Mal allein auf Reisen. Zwar nur für ein Wochenende, aber nur ZU ZWEIT und es ist Amsterdam! Mit der "Gebrauchsanleitung für Amsterdam" vom Piper Verlag, dem Michael Müller Amsterdam Cityführer und meinem ersten Baedeker Reiseführer im Rucksack.    weiterlesen…


 

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19. Oktober 2009

 

You take what is offered. And that must sometimes be enough

von Matthias Pruns

Im 26. Jahrhundert ist trotz der Möglichkeit eines Re-Sleeving, des Herunterladens des Bewusstseins in einen neuen Körper, Mord nicht aus der Mode gekommen: Kovacs findet sich aus dem Gefängnis heraus in den ehemaligen Körper eines San Franciscoer Cops heruntergeladen wieder. Laurens Bancroft, ein Jahrhunderte alter Industrieller wurde ermordet. Als Schwerreicher kann er sich das regelmäßige Speichern seines Bewusstseins und den Download in einen jungen Körper leisten.   weiterlesen…


 

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12. Oktober 2009

 

Ja – ich bin Fan des FC St. Pauli…

von Martina Schröder

Bei jedem Heimspiel stehe ich in der Gegengerade und feuere meine Jungs an. Kein Wunder also, dass ich gern Bücher zum Thema »Das Runde muss ins Eckige« lese. Besonders, wenn es um meinen Lieblingsverein geht. Besonders ans Herz gewachsen ist mir »St. Pauli ist die einzige Möglichkeit« von Mike Glindmeier, Folke Havekost und Sven Klein. Sie nennen ihr Buch eine Fan-Triographie. Und das ist es auch.   weiterlesen…


 

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5. Oktober 2009

 

Was hab' ich, ein Krieger der Wildnis, ... mit Büchern zu schaffen?

von Helmut Bense

»Buch!« wiederholte Hawk-Eye mit auffallender, unverhohlener Verachtung, »haltet Ihr mich für einen wimmernden Knaben, der einer Eurer alten Großmütter an der Schürze hängt und die gute Büchse auf meinem Knie da für eine Gänsefeder, mein Pulverhorn für ein Tintenfass und meine Jagdtasche für ein über Kreuz gelegtes Taschentuch, mein Essen drin in die Schule zu tragen? Was? Buch? Was hab' ich, ein Krieger der Wildnis, obgleich ein Mann von reinem Blut, mit Büchern zu schaffen?   weiterlesen…


 

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28. September 2009

 

Wo ist der Tropfenfänger geblieben?

von Axel Otto

»Der Liguster muss mal wieder geschnitten werden, der Nachbar hat sich schon beschwert!«- Ja, aber wo ist die Heckenschere? Ich erspare mir die Beschreibung der Suche nach dem Instrument, weil ihre Vergeblichkeit nur die traurige Erinnerung an andere Sachen aufrührt, die man wohl für immer für verloren geben muss. Kein Wunder, dass es mich nach dieser Vorgeschichte sofort zu einem gerade im neuen Galiani Verlag erschienenen schmucken Bändchen mit dem Titel »Dinge, die verschwinden« greifen ließ. In einer Reihe von Kolumnen setzt sich die Autorin nicht nur mit der Phänomenologie des Verschwindens auseinander, sondern weitet ihren Blick kulturgeschichtlich und zeitphilosophisch aus, natürlich ohne sich dieser Terminologie zu bedienen.   weiterlesen…


 

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